umfasst die Wiederherstellung von Form und Funktion sowohl bei Geburt nicht angelegter oder fehlgebildeter Körperteile als auch im Verlauf des weiteren Lebens durch Unfall oder Krankheit verloren gegangener Körperregionen.
Angeborene Fehlbildungen können sein: Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Feuermale, überzählige Finger. Unfälle, bösartige Geschwülste oder chronische Krankheit können zum Verlust beispielsweise folgender Körperteile führen: Brust, Hand, Nase, Ohr, Haare, Geschlechtsteile.
Die Plastische Chirurgie verfügt heutzutage über ein umfangreiches Arsenal ausgeklügelter und raffinierter Techniken, um aus körpereigenem Gewebe oder, falls notwendig, mit körperfremdem Material die in Form und Funktion beschädigten oder gar zerstörten Körperteile nach- oder neu zu formen.
Verständlicherweise sind je nach Grad der Zerstörung dem Plastischen Chirurgen auch Grenzen gesetzt, die aber, je besser die operativen Verfahren werden, immer weiter hinausgeschoben werden. Die Qualität von Form und Funktion dieser rekonstruierten Körperregionen sowie deren „Natürlichkeit“ ist oft verblüffend; sie geben dem Patienten Funktion, Selbstdefinition, Identität, ja Würde zurück.
In der Regel werden hier die Kosten der Therapie von gesetzlichen und privaten Kassen übernommen, zumindest wenn es sich um Folgen von Krankheiten handelt und funktionelle Beeinträchtigungen gegeben sind. Bei Bedarf erstelle ich einen schriftlichen Befund und einen Therapieplan zur Vorlage bei der jeweiligen Kasse.
Beispielhafte Anwendungsgebiete:
- Versorgung aller Weichteilverletzungen im Kopf- und Halsbereich, am Rumpf sowie an der oberen und unteren Extremität
- Zustand nach Verbrennung, insbesondere Verbrennungsnarben
- Folgebehandlungen von Verletzungen am peripheren Nervensystem mit mikrochirurgischer Nervenrekonstruktion
- Wiederherstellung nach Unfall und Tumorchirurgie (Weichteiltumoren, Brustkrebs)
- Operative Versorgung von Problemwunden (Ulcus cruris, Decubitus)
- allgemeine operative und nicht-operative Narbenkorrektur
Durch Anwendung dieser komplizierten Techniken wurden nicht selten die Hände und Füße vor einer Amputation gerettet oder der Wiederaufbau einer amputierten Brust erfolgreich durchgeführt. Die rekonstruktiven Maßnahmen beziehen sich auf Haut-Weichteil-Defekte, die am gesamten Körper aufgrund unterschiedlichster Ursachen entstehen und eine funktionelle oder eine ästhetische Störung hervorrufen. Diese Defekte, oft auch entstanden durch Operationen fremder Fachrichtungen, können durch den Plastischen Chirurgen mittels seines Kenntnisstandes und der Nutzung moderner Materialien meist zur zufriedenstellenden Abheilung gebracht werden Dabei verwendet er Hautverpflanzungen, sogenannte Lappenplastiken (konventionell oder mikrochirurgisch) und Materialien aus der modernen Medizinforschung.
Oft stehen sehr unterschiedliche Verfahren für ein und denselben Defekt zur Verfügung - hier muss eine abgewogene Entscheidung mit dem Patienten gemeinsam getroffen werden.
Zum Aufbau einer amputierten Brust stehen diverse Verfahren zur Verfügung. Es gilt zunächst mit der Patientin herauszufinden, ob ein Wiederaufbau entweder mit körpereigenem Gewebe oder mit Implantaten erfolgen soll - und kann. Neben einer genauen Analyse der klinischen Situation müssen die Wünsche der Patientin berücksichtigt werden. Jeder Einzelfall bedarf der genauen Erörterung.
Bei ausgedehnten Eingriffen wird eine stationäre Behandlung notwendig sein. Kleinere Korrekturen (z. B. Brustwarze) können auch gut ambulant vorgenommen werden.
Narbenkorrektur
So vielfältig Narben entstehen können, so vielfältig können sie auch plastisch-chirurgisch behandelt werden… sicher eine halbwegs erfreuliche Aussicht!
Überschießende Narben (hypertrophe Narben), Keloide oder aber auch breite, eingefallene Narben (atrophe Narben) sind für viele Menschen nur schwer akzeptabel und führen sogar zu Funktionsausfällen (z. B. an Gelenken oder am Mund). Gerade im Gesicht, an Hals und Dekolleté sowie an Hand und Unterarm werden sie ständig der Umwelt präsentiert.
Die Möglichkeiten der korrigierenden Beeinflussung von Narben sind sowohl operativer als auch nicht-operativer Art:
- Laser, IPL
- Dermabrasio
- Chemical Peeling
- Injektion (Einspritzen von wirksamen Substanzen in die Narbe)
- spezielle Verbände
- Exzision (operative Entfernung und Wiederherstellung durch verschiedene plastisch-chirurgische Lappenverfahren, ggfs. mit Nachbestrahlung).
Bei den meisten Narben reichen Injektionen und/oder Chemical Peeling vollständig aus!
Wichtig:
Bei Keloiden sollten konsequent alle Möglichkeiten ausgereizt werden.