Plastische Chirurgie Deutschland
Wiederherstellende oder rekonstruktive Chirurgie

umfasst die Wiederherstellung von Form und Funktion sowohl bei Geburt nicht angelegter oder fehlgebildeter Körperteile als auch im Verlauf des weiteren Lebens durch Unfall oder Krankheit verloren gegangener Körperregionen.

Angeborene Fehlbildungen können sein: Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Feuermale, überzählige Finger. Unfälle, bösartige Geschwülste oder chronische Krankheit können zum Verlust beispielsweise folgender Körperteile führen: Brust, Hand, Nase, Ohr, Haare, Geschlechtsteile.

 Die Plastische Chirurgie verfügt heutzutage über ein umfangreiches Arsenal ausgeklügelter und raffinierter Techniken, um aus körpereigenem Gewebe oder, falls notwendig, mit körperfremdem Material die in Form und Funktion beschädigten oder gar zerstörten Körperteile nach- oder neu zu formen.

Verständlicherweise sind je nach Grad der Zerstörung dem Plastischen Chirurgen auch Grenzen gesetzt, die aber, je besser die operativen Verfahren werden, immer weiter hinausgeschoben werden. Die Qualität von Form und Funktion dieser rekonstruierten Körperregionen sowie deren „Natürlichkeit“ ist oft verblüffend; sie geben dem Patienten Funktion, Selbstdefinition, Identität, ja Würde zurück.        

In der Regel werden hier die Kosten der Therapie von gesetzlichen und privaten Kassen übernommen, zumindest wenn es sich um Folgen von Krankheiten handelt und funktionelle Beeinträchtigungen gegeben sind. Bei Bedarf erstelle ich einen schriftlichen Befund und einen Therapieplan zur Vorlage bei der jeweiligen Kasse.

 

Beispielhafte Anwendungsgebiete:

 - Versorgung aller Weichteilverletzungen im Kopf- und Halsbereich, am Rumpf sowie an der oberen und unteren Extremität

- Zustand nach Verbrennung, insbesondere Verbrennungsnarben

- Folgebehandlungen von Verletzungen am peripheren Nervensystem mit mikrochirurgischer Nervenrekonstruktion

- Wiederherstellung nach Unfall und Tumorchirurgie (Weichteiltumoren, Brustkrebs)

- Operative Versorgung von Problemwunden (Ulcus cruris, Decubitus)

- allgemeine operative und nicht-operative Narbenkorrektur

 

Durch Anwendung dieser komplizierten Techniken wurden nicht selten die Hände und Füße vor einer Amputation gerettet oder der Wiederaufbau einer amputierten Brust erfolgreich durchgeführt. Die rekonstruktiven Maßnahmen beziehen sich auf Haut-Weichteil-Defekte, die am gesamten Körper aufgrund unterschiedlichster Ursachen entstehen und eine funktionelle oder eine ästhetische Störung hervorrufen. Diese Defekte, oft auch entstanden durch Operationen fremder Fachrichtungen, können durch den Plastischen Chirurgen mittels seines Kenntnisstandes und der Nutzung moderner Materialien meist zur zufriedenstellenden Abheilung gebracht werden Dabei verwendet er Hautverpflanzungen, sogenannte Lappenplastiken (konventionell oder mikrochirurgisch) und Materialien aus der modernen Medizinforschung.

 

Oft stehen sehr unterschiedliche Verfahren für ein und denselben Defekt zur Verfügung - hier muss eine abgewogene Entscheidung mit dem Patienten gemeinsam getroffen werden.

 

Zum Aufbau einer amputierten Brust  stehen diverse Verfahren zur Verfügung. Es gilt zunächst mit der Patientin herauszufinden, ob ein Wiederaufbau entweder mit körpereigenem Gewebe oder mit Implantaten erfolgen soll - und kann. Neben einer genauen Analyse der klinischen Situation müssen die Wünsche der Patientin berücksichtigt werden. Jeder Einzelfall bedarf der genauen Erörterung.

Bei ausgedehnten Eingriffen wird eine stationäre Behandlung notwendig sein. Kleinere Korrekturen (z. B. Brustwarze) können auch gut ambulant vorgenommen werden.

 Narbenkorrektur

 

So vielfältig Narben entstehen können, so vielfältig können sie auch plastisch-chirurgisch behandelt werden… sicher eine halbwegs erfreuliche Aussicht!

Überschießende Narben (hypertrophe Narben), Keloide oder aber auch breite, eingefallene Narben (atrophe Narben) sind für viele Menschen nur schwer akzeptabel und führen sogar zu Funktionsausfällen (z. B. an Gelenken oder am Mund). Gerade im Gesicht, an Hals und Dekolleté sowie an Hand und Unterarm werden sie ständig der Umwelt präsentiert.

 

Die Möglichkeiten der korrigierenden Beeinflussung von Narben sind sowohl operativer als auch nicht-operativer Art:

- Laser, IPL

- Dermabrasio

- Chemical Peeling

- Injektion (Einspritzen von wirksamen Substanzen in die Narbe)

- spezielle Verbände

- Exzision (operative Entfernung und Wiederherstellung durch verschiedene plastisch-chirurgische Lappenverfahren, ggfs. mit Nachbestrahlung).

 

Bei den meisten Narben reichen Injektionen und/oder Chemical Peeling vollständig aus!

 

Wichtig:

Bei Keloiden sollten konsequent alle Möglichkeiten ausgereizt werden.

Verschönerung der weiblichen Brust

Brustvergrößerung

Die häufigste weibliche Brustgröße in Mitteleuropa sind die Körbchengrößsen B und C.

Vor diesem Hintergrund objektiv zu kleine Brüste und auch subjektiv als zu klein empfundene Brüste können sowohl durch bewährte Implantate als auch durch Eigenfett oder Hyaluronsäure vergrößert werden.

 Der Goldstandard ist das Einsetzen eines dauerhaften Silikonimplantates der neuesten Generation. Es werden ausschließlich Top-Implantate aus Westeuropa und USA verwendet. Die Wertigkeit dieser Implantate bemisst sich daran, dass in der Regel mindestens 10 Jahre, oft sogar lebenslange Garantie gewährt wird.

Es gibt 8 verschiedene typische Wege, ein geeignetes Implantat zu plazieren da ist für jede Frau etwas Geeignetes dabei. Darüber hinaus gibt es weitere, seltenere Varianten. Eine Vollnarkose ist Standard.

Die wichtigsten Kriterien sind, in welcher Gewebeschicht das Implantat letztendlich zu liegen kommt und welches Implantat die beste Form bietet: rund oder tropfenförmig.

Da es hier auf ganz individuelle Aspekte ankommt, wird eine sehr ausführliche Beratung und auch Simulation der OP-Ergebnisse erfolgen.

Bruststraffung

Ab ca. 35 Jahren, nach Schwangerschaft oder Gewichtsverlust kann eine ehedem sehr schöne Brust durch Nachlassen der Hautelastizität deutlich an Attraktivität einbüßen.Oft ergibt sich auch ein Volumenverlust, erkennbar an einem schlechter passenden BH.

 Hier eignen sich zwei Behandlungsmöglichkeiten:

Eine Reduzierung der überschüssigen, erschlafften Haut (Mastopexie) – möglichst mit kleinen und raffinierten Narben. Dies ist in vielen Fällen ausreichend. Der Eingriff ist auch ohne Vollnarkose gut zu bewerkstelligen.

Alternativ besteht auch die Möglichkeit einer dezenten Brustvergrößerung mittels Implantat, um das Volumen dem Hautmantel anzupassen.

Der Vorteil hier ist eine kleine Schnittführung.

Brustverkleinerung

 Übermäßig große Brüste (Makromastie, Mammhyperplasie, Gigantomastie) können zu unterschiedlichen körperlichen und seelischen Beschwerden führen. Um dem abzuhelfen, müssen Volumen und Gewicht der Brust deutlich reduziert werden (Mammareduktion).

Hierfür gibt es ganz unterschiedliche Schnittführungen, die in Abhängigkeit von Brustgröße, Alter, Hautbeschaffenheit usw. ausgewählt werden sollten.

Ziel hier ist eine schöne Brustform bei akzeptabler Größe.

Der Eingriff hier muss in der Regel in Vollnarkose durchgeführt werden und erfordert einen stationären Aufenthalt. In seltenen Fällen übernehmen private und gesetzliche Krankenkassen die Kosten der Behandlung.

Faltenbehandlung

Sonneneinwirkung, Mimik und altersbedingter Elastizitätsverlust führen zu unterschiedlich ausgeprägter Faltenbildung an Gesicht, Hals und Händen. Hinzu kommen individuelle, genetische Anlage und Einwirkungen durch die Lebensweise (z. B. Rauchen).

Selten setzen Falten Zeichen erwünschter Reife - meist lassen sie einen einfach nur alt aussehen, gegebenenfalls auch müde, abgekämpft, zornig oder griesgrämig.

Erfreulicherweise gibt es heutzutage eine Vielzahl von sicheren und erfolgreichen Verfahren, Falten und unerwünschte Linien zu reduzieren oder gar zu vertreiben.

Daher gehört die Faltenbehandlung, insbesondere als Unterspritzung oder Botulinumtoxin-Injektion, zu den beliebtesten ästhetischen Behandlungen - weltweit.

Unterspritzung:

Man kann Hyaluronsäure, Milchsäure, Polysaccharide, Hydroxylapatit und Eigenfett verwenden. Am beliebtesten, weil am vielseitigsten und körpereigenen Stoffen nachgebaut, ist Hyaluronsäure. Das Angebot ist hierbei am vielfältigsten. Auch Narben und größere Hohlräume können aufgefüllt werden - z. B. Wangen, Jochbogen (Wangenknochen), Lippen.

Es sollte nur hochwertige Hyaluronsäure verwendet werden: sie hält länger und ist maximal verträglich.

Botulinumtoxin:

Es handelt sich um die einfachste und schnellste Behandlung; trotz einer enormen Verbreitung beherrschen immer noch Mythen die Laienpresse.

Letztlich handelt es sich um ein hochreines Bakterieneiweiß, das ursprünglich aussschließlich im neurologischen und augenärztlichen Bereich jahrzehntelang verwendet wurde.

Erst später wurden die Möglichkeiten im ästhetisch-medizinischen Bereich erkannt.

Insbesondere Stirn- und Augenfalten lassen sich perfekt mit Botulinumtoxin reduzieren oder sogar zum Verschwinden bringen. Auch für Lippen- und Kinnfalten findet es Verwendung.

Entfernende Oberflächenbehandlung der Haut:

Hier sind zu nennen die Hautabschleifung (Dermabrasio), das Chemical Peeling oder Laser/IPL.

Die Dermabrasio ist für grobe Falten, z. B. an der Lippe, sehr gut geeignet, nicht aber für feine Haut.

Chemical Peeling mit anorganischen Säuren ist ein sechzig Jahre bewährtes Verfahren, das für praktisch sämtliche Hautregionen des menschlichen Körpers geeignet ist. Es reduziert zuverlässig kleinere Falten und Narben sowie Hautflecken.

Laser und IPL stellen die Beeinflussung der Haut mittels energiereichem Licht dar; die besten Indikationen sind feine Fältchen und vor allem Hautflecken.

 

Percutane Kollageninduktion:

Ein neues Verfahren, das zwar seit ca. 10 Jahren benutzt wird, aber dessen Wirksamkeit erst vor kurzem wissenschaftlich aufgearbeitet wurde.

Feinste Nädelchen reizen die Haut, so dass die Haut angeregt wird, selbständig neues Kollagen (Faserstoffe) aufzubauen. Dies hilft bei Falten und Narben, so beispielsweise im Gesicht, am Dekolleté, an den Händen - auch an den Oberschenkeln.

 

Mesotherapie:

Ein bewährtes Verfahren zur Vertreibung von feinen Fältchen und bei generalisiertem Elastizitätsverlust der Haut: mittels Hand- oder automatisierter Injektion werden natürliche Hyaluronsäure und Hilfsstoffe (Vitamine, Hormone etc.) ganz oberflächlich injiziert.

Es gibt praktisch keine Region des Körpers, die nicht grundsätzlich von einer Mesotherapie profitieren könnte: sogar bei Haarverlust kann die Mesotherapie helfen.

Alle Verfahren können ohne oder aber mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Krampfadern (Varizen)

Hierbei handelt es sich um erweiterte und geschlängelte Venen (Blutgefäße). Die Bezeichnung leitet vom Althochdeutschen „krampo“ = krumm ab.

Zu den Krampfadern gehören auch die sehr kleinen Besenreiser.

Die Ursache für diese unschönen und langfristig gesundheitsschädlichen Gefäßveränderungen können sogenannte Bindegewebsschwäche, der gebremste Blutstrom in der Schwangerschaft oder andere Erkrakungen sein.

Vorbeugung ist bei bekannter familiärer Disposition eine zwar lästige, aber sinnvolle Maßnahme: die Anwendung von Kompressionsstrümpfen.

Falls bereits Krampfadern vorliegen, können sie in den meisten Fällen durch nicht-operative Maßnahmen in den Griff bekommen werden: hier ist vor allem die Sklerotherapie  Verödung) gemeint, die in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt hat.

 

Bei fortgeschrittenem Befund muss gegebenenfalls auf eine Operation zurückgegriffen werden: einerseits gibt es das klassische (radikalere) Venenstripping oder Varizenexhairese, andererseits modernere Verfahren, die versuchen, entweder beschädigte Strukturen zu reparieren (z. B. Reparation der Venenklappen) oder schonender und langfristorientiert zu operieren (z. B. CHIVA).

Bei größeren Befunden muss eine sorgsame Diagnostik vorab erfolgen.

Bei Besenreisern sieht die Sache deutlich einfacher aus: da sie auf die Zirkulation keinen Einfluss haben, ist eine sofortige nicht-operative Behandlung möglich und sinnvoll. Die Verödungstherapie in allen Spielarten sowie Diathermie und Laser/IPL bieten wirksame Waffen gegen diese rötlichen und bläulichen Kleingefäße.

Eine Betäubung ist normalerweise unnötig.

Augenlider - Lidchirurgie

Schlupflider und Tränensäcke sind keine Zierde und liegen mitten im Gesicht, gerade im kommunikativ wichtigen Bereich der Augen.

Es können zudem funktionelle Defizite aus diesen Deformierungen resultieren.

 Schlupflider, also Hautüberschüsse im Oberlidbereich, können zu jedem Lebensalter auftreten. Die betroffene Person erscheint vielen als müde und überarbeitet; zudem treten bei Frauen Schwierigkeiten beim Augenschminken auf. In Extremfällen kann es sogar zu einer Sichtbehinderung kommen. Ganz selten werden derartige Operationen auch von Krankenkassen übernommen. Die Anfrage muss über einen Facharzt erfolgen.

 

Es gibt unterschiedliche Schnittführungen; die Narben sind in der Regel nicht zu sehen, da die Schnittführung verdeckt ist. Die Ergebnisse sind praktisch regelhaft gut! Die Augen sind (wieder) groß und ausdrucksstark.

Tränensäcke bzw. stark zerknitterte Unterlider werden einer Unterlidstraffung zugeführt; hier gibt z. T. erheblich voneinander abweichende Techniken.

Praktisch alle reduzieren das unterliegende Gewebe, zumeist Fett, und straffen mehr oder weniger die darüber befindliche Haut.

Auch hier sind die Ergebnisse in der Regel gut!

Bei geringeren Falten oder Tränensäcken besteht die Möglichkeit, auch ohne Operation bedeutsame Verbesserungen zu erreichen.

Abstehende Ohren und ähnliches: Ohrkorrekturen

Abstehende Ohren sind nicht nur für Kinder ein ästhetisches Problem, da sie oft den Anlass für Hänseleien in der Schule geben, sondern belasteten Erwachsene ebenso. Es führt zu Einschränkungen bei der Frisur, da man den unschönen Makel nicht auch noch betonen möchte. Kinder sollte man daher VOR der Einschulung operieren. Das Knorpelskelett des Ohres ist zu diesem Zeitpunkt zum größeren Teil bereits ausgewachsen, so dass die Korrektur i. d. R. dauerhaft = lebenslang hält.

Der Eingriff ist grundsätzlich in jedem Lebensalter möglich.

Die Ohranlegung (Otopexie, Otoklisis) kann auf unterschiedliche Weise je nach Befund durchgeführt werden; sie erfolgt bei Kindern meist in Vollnarkose; bei Erwachsenen genügt Dämmerschlaf in Kombination mit örtlicher Betäubung, da der Eingriff recht klein ist. Ein Kopfverband wird ca. zwei Tage getragen. Für 14 Tage (nachts) wird durch Tragen einer Stirnbinde das Abheilen des Knorpels sichergestellt. In der Regel erfolgt der Eingriff ambulant.

Zu große Ohren können ebenfalls recht unvorteilhaft erscheinen und sind ein typisches Zeichen der Alterung, da sie mit zunehmendem Alter größer werden: Ohren und Nase wachsen ein ganzes Leben lang! (Ursache hierfür ist eine lokale Sensibilität auf das Wachstumshormon.)

Die Verkleinerung zu großer Ohren erfolgt recht einfach: man verwendet beispielsweise ein sternförmiges Ausschnittmuster für die Ohrmuschel und ein anderes für das Ohrläppchen.

Es geht sogar noch einfacher.

Handchirurgie 2

Die Handchirurgie ist ein Teilgebiet der Plastischen Chirurgie; da es sich bei der Hand um eine der kompliziertesten menschlichen Regionen handelt. Viele Nerven, Sehnen, Muskeln, Blutgefäße müssen bei den operativen Eingriffen berücksichtigt werden. Sie verfügt zudem über nur wenig Haut und Unterhautgewebe, so dass hier bei dem relativen Mangel an Weichteilen möglichst nur Spezialisten für Weichteile  (= Plastische Chirurgen) tätig werden sollten.

Die klassische Handchirurgie umfasst die operative Behandlung chronischer Handerkrankungen wie rheumatische Veränderungen, Gelenkverschleiß, Nervenengpaßsyndrome, Tumore sowie die gesamte Akutversorgung von Verletzungen in diesem Bereich (Nerven-, Gefäß-, Sehnenverletzungen bis hin Knochenbrüchen). Man unterscheidet weiterhin Notfalleingriffe von Wahleingriffen.

Erstere sollten besser im Krankenhaus durchgeführt werden, letztere hingegen sind bestens im ambulanten Umfeld einer erfahrenen Praxis aufgehoben.

 Als typische Beispiele für handchirurgische Wahleingriffe gelten:

Dupuytrensche Kontraktur (Morbus Dupuytren, Palmarfibromatose) sind bindegewebige Veränderungen (Knoten, Stränge) im Bereich von Fingern und  Hohlhand, die zu einer Bewegungseinschränkung der Finger führen: sie können nicht mehr vollständig gestreckt werden. Es kann zu einer erheblichen Zwangsbeugung kommen mit Funktionsverlust.

Therapie: ausschließlich operativ - erkrankte und verdickte Bindegewebsteile werden teilweiseoder vollständig entfernt. Örtliche oder Teilnarkose reichen aus.

Wichtig: rechtzeitig zum Plastischen Chirurgen gehen, um den richtigen Zeitpunkt der Operation nicht zu verpassen. Konsequente Mobilisierung nach der Operation.

Nervenengpasssyndrome, z. B. Karpaltunnelsyndrom:

 Es gibt vielfältige Einklemmungserscheinungen der Arm- und Handnerven.

Die Symptome ähneln sich: Kribbeln in den Fingern, Kraftverlust, spontane „Stromschläge“, Sensibilitätsverlust und dgl. Therapie: Befreien des eingeklemmten Nervs von den ihn einengenden Geweben. Dies geschieht endoskopisch oder halb endoskopisch. Örtliche oder Teilnarkose reichen aus. Wichtig: Oft ist direkt nach der Operation eine Besserung spürbar. Trotzdem kann vorübergehend ein Kribbelgefühl andauern, da der Nerv sich von der Irritation erholen muss.

 Arthrosen der Fingergelenke (Gelenkverschleiß):

 Führen fast immer zu Schmerz, Deformierung und Bewegungsverlust.

Je nach Schwere der Erkrankung stehen verschiedene Operationen zur Verfügung; diese reichen von der Ausschaltung der Schmerzen durch gezielte Nervendurchtrennungen über Aufhängeplastiken und Festsetzen des Gelenkes bis hin zur Gelenkprothese.

Zerstörungsausmaß, Alter, Beruf usw. fließen in die Auswahl des richtigen Verfahrens ein.

Wichtig: Es sind erstaunliche Verbesserungen möglich. Geduld seitens des Patienten ist zwingende Voraussetzung.

Tumore

 Neben den Weichteiltumoren sind auch Knochentumore eine mögliche Erkrankung; zumeist sind sie gutartig. In diesem Fall steht einer ambulanten Behandlung nichts im Wege. Bei bösartigen Tumoren sind oft ausgedehntere Entfernungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen nötig; dies geschieht im Rahmen stationärer Behandlung.

Hauttumore und Altersflecken

Bösartige Hauttumore

 Hauttumore wie das maligne Melanom (MM, schwarzer Hautkrebs) oder auch das Basaliom

(BCC, weißer Hautkrebs) sind meist Folge intensiver UV-Strahlung und finden sich daher vor

allem im Gesicht und an den Extremitäten - aber nicht nur!

Basaliome können auch in jungen Jahren auftreten, finden sich aber deutlich häufiger ab dem

50. Lebensjahr. Melanome weisen nicht diesen typischen Altersanstieg auf. Meist werden zuerst

Farbveränderungen, Blutungen oder Juckreiz als Alarmzeichen bemerkt.

 

Therapie:

Vollständige operative Entfernung und anschließende feingewebliche Untersuchung unter dem

Mikroskop. Falls Tumorreste noch nachweisbar sind, muss der Rückfallsicherheit halber nachoperiert

werden. Wahlweise Narkose oder örtliche Betäubung stehen zur Schmerzausschaltung zur Verfügung.

 

Wichtig:

Dank der ausgefeilten plastisch-chirurgischen Techniken ist es möglich, sogar größere Tumore mitten

aus dem Gesicht zu entfernen, ohne dass entstellende Narben in Kauf genommen werden müssen.

Aber ganz ohne Narben geht es praktisch niemals - Ausnahme sind sehr oberflächliche Tumore, die

per Laser oder Chemical Peeling ausgerottet werden können. Regelmäßige Nachkontrollen sind

verpflichtend, um ein eventuelles Wiederauftreten rasch zu entdecken und wirkliche Heilung zu garantieren.

 

Gutartige Hauttumore

 

Altersflecken sind mit den Jahren auftretende Pigmentierungsstörungen, die allerdings schon mit ca. 35 Jahren erscheinen können. Bevorzugte Areale sind Hände, Gesicht, Hals und Dekolleté - und somit besonders auffällig.

Hier gibt es eine Vielzahl von Therapieverfahren, um diese auffälligen Hautmakel zu beseitigen, mindestens zu reduzieren und der Haut ein jugendliches, makelloses Aussehen zurückzugeben:

- Laser, IPL    - Chemical Peeling     - Dermabrasio            - Diathermie   - und weitere.

 

Echte Warzen sind virusbedingte und somit infektiöse Hautverdickungen. Einerseits können sie bei

guter Abwehrlage spontan verschwinden, andererseits kann eine ausgefeilte Behandlung notwendig

sein: Auflösung mit Medikamenten, Chemical Peeling, Diathermie, Ausschneidung (Exzision).

 

Unter Hautanhängsel fallen beispielsweise Stielwarzen und erhabene gutartige Hauttumore

(von Laien oft auch als „Warzen“bezeichnet). Die Behandlung erfolgt hier ästhetisch orientiert,

d. h. dass die narbenarme Behandlung im Vordergrund steht. Es geht um die (Wieder-)Herstellung

eines schönen, makellosen Hautbildes - daher ziehe ich alle Register des ästhetisch-plastischen

Spektrums:

Laser, IPL      Chemical Peeling       Dermabrasio  Diathermie     Ausschneidung (Exzision)

und weitere.

 

Bei Blutschwämmchen (Hämangiome), erweiterten („geplatzten“) Gefäßen (Spider-Naevi, Naevi

aranei) und Rötungen (Rosacea, Couperose) kann ich mit Laser, IPL, Diathermie und neuartigen

Medikamenten dienen. Hier kann eine Stufentherapie notwendig sein und hängt sehr von dem

jeweiligen Befund ab.

Für die Behandlung des Rhinophyms („Knollennase“), letztlich einer Ausprägung der Rosacea, gibt es hervorragende Behandlungsmethoden, die ggfs. auch über eine Krankenkasse/private Versicherung abgerechnet werden können.

 

Atherome oder sogenannte „Grützbeutel“ sind sehr unschöne Ansammlungen von Talg unter

der Haut als Folge verstopfter Talgdrüsen. Diese können dabei eine erhebliche Größe erreichen

und finden sich vorzugsweise im Bereich des Kopfes oder Halses. Hier hilft sinnvollerweise nur

die vollständige Entfernung der Talgdrüse samt Kapsel.

 

Praktisch alle oben genannten Behandlungen können entweder in örtlicher Betäubung oder sogar

ohne Betäubung durchgeführt werden.

Auf Ihren Wunsch hin sind selbstverständlich auch erweiterte Betäubungsverfahren möglich.

Ohren und Nase

Abstehende Ohren und ähnliches: Ohrkorrekturen

Abstehende Ohren sind nicht nur für Kinder ein ästhetisches Problem, da sie oft den Anlass für Hänseleien in der Schule geben, sondern belasteten Erwachsene ebenso. Es führt zu Einschränkungen bei der Frisur, da man den unschönen Makel nicht auch noch betonen möchte.

Kinder sollte man daher VOR der Einschulung operieren. Das Knorpelskelett des Ohres ist zu diesem Zeitpunkt zum größeren Teil bereits ausgewachsen, so dass die Korrektur i. d. R. dauerhaft = lebenslang hält.

Der Eingriff ist grundsätzlich in jedem Lebensalter möglich. Die Ohranlegung (Otopexie, Otoklisis) kann auf unterschiedliche Weise je nach Befund durchgeführt werden; sie erfolgt bei Kindern meist in Vollnarkose; bei Erwachsenen genügt Dämmerschlaf in Kombination mit örtlicher Betäubung, da der Eingriff recht klein ist. Ein Kopfverband wird ca. zwei Tage getragen. Für 14 Tage (nachts) wird durch Tragen einer Stirnbinde das Abheilen des Knorpels sichergestellt. In der Regel erfolgt der Eingriff ambulant.

Zu große Ohren können ebenfalls recht unvorteilhaft erscheinen und sind ein typisches Zeichen der Alterung, da sie mit zunehmendem Alter größer werden: Ohren und Nase wachsen ein ganzes Leben lang! (Ursache hierfür ist eine lokale Sensibilität auf das Wachstumshormon.)

Die Verkleinerung zu großer Ohren erfolgt recht einfach: man verwendet beispielsweise ein sternförmiges Ausschnittmuster für die Ohrmuschel und ein anderes für das Ohrläppchen. Es geht sogar noch einfacher.

 

Unschöne Nase: Höckernase, Hakennase, Breitnase, Sattelnase…

Die Nase sitzt zentral im Gesicht und ist unübersehbar. Wenn sie dann noch ausgesprochen unattraktiv ist, kann sogar ein ansonsten schönes Gesicht optisch vollständig zerstört werden.

Funktionelle Störungen können hinzu treten: z. B. eine behinderte Nasenatmung durch eine verkrümmte Nasenscheidewand. Dies kann durch eine Nasendruckmessung (Rhinomanometrie) dokumentiert werden.

Alle o. g. Formveränderungen können korrigiert werden. Oft müssen sowohl knorpelige als auch knöcherne Anteilen des Nasenskelettes geformt werden, um eine funktionierende und ästhetische Nase zu erhalten. Nach der Operation wird ein Gips oder straffer Verband angepasst, der die neue Form der Nase unterstützt.

Innere Nasendeformitäten mit Funktionsstörung werden von der Krankenversicherung getragen.

Handchirurgie

Die Handchirurgie

wurde der Plastischen Chirurgie zugeschlagen, da es sich bei der Hand um eine der kompliziertesten menschlichen Regionen handelt: viele Nerven, Sehnen, Muskeln, Blutgefäße müssen bei den operativen Eingriffen berücksichtigt werden.

Sie verfügt zudem über nur wenig Haut und Unterhautgewebe, so dass hier bei dem relativen Mangel an Weichteilen möglichst nur Spezialisten für Weichteile  (= Plastische Chirurgen) tätig werden sollten.

Die klassische Handchirurgie umfasst die operative Behandlung chronischer Handerkrankungen wie rheumatische Veränderungen, Gelenkverschleiß, Nervenengpaßsyndrome, Tumore sowie die gesamte Akutversorgung von Verletzungen in diesem Bereich (Nerven-, Gefäß-, Sehnenverletzungen bis hin Knochenbrüchen).

 Man unterscheidet weiterhin Notfalleingriffe von Wahleingriffen. Erstere sollten besser im Krankenhaus durchgeführt werden, letztere hingegen sind bestens im ambulanten Umfeld einer erfahrenen Praxis aufgehoben.

 Als typische Beispiele für handchirurgische Wahleingriffe gelten:

 

 

Dupuytrensche Kontraktur (Morbus Dupuytren, Palmarfibromatose)

sind bindegewebige Veränderungen (Knoten, Stränge) im Bereich von Fingern und  Hohlhand, die zu einer Bewegungseinschränkung der Finger führen: sie können nicht mehr vollständig gestreckt werden. Es kann zu einer erheblichen Zwangsbeugung kommen mit Funktionsverlust.

 

Therapie: ausschließlich operativ - erkrankte und verdickte Bindegewebsteile werden teilweise oder vollständig entfernt. Örtliche oder Teilnarkose reichen aus.

 Wichtig: rechtzeitig zum Plastischen Chirurgen gehen, um den richtigen Zeitpunkt der Operation nicht zu verpassen. Konsequente Beübung nach der Operation.

Nervenengpasssyndrome, z. B. Karpaltunnelsyndrom:

Es gibt vielfältige Einklemmungserscheinungen der Arm- und Handnerven.

Die Symptome ähneln sich: Kribbeln in den Fingern, Kraftverlust, spontane „Stromschläge“, Sensibilitätsverlust und dgl.

 Therapie: Befreien des eingeklemmten Nervs von den ihn einengenden Geweben. Dies geschieht endoskopisch oder halb endoskopisch

Örtliche oder Teilnarkose reichen aus.

 Wichtig: Oft ist direkt nach der Operation eine Besserung spürbar. Trotzdem kann vorübergehend ein Kribbelgefühl andauern, da der Nerv sich von der Irritation erholen muss.

Arthrosen der Fingergelenke (Gelenkverschleiß):

 führen zu Schmerz, Deformierung und Bewegungsverlust.

 Je nach Schwere der Erkrankung stehen verschiedene Operationen zur Verfügung; diese reichen von der Ausschaltung der Schmerzen durch gezielte Nervendurchtrennungen über Aufhängeplastiken und Festsetzen des Gelenkes bis hin zur Gelenkprothese. Zerstörungsausmaß, Alter, Beruf usw. fließen in die Auswahl des richtigen Verfahrens ein.

 

Wichtig: Es sind erstaunliche Verbesserungen möglich. Geduld seitens des Patienten ist zwingende Voraussetzung.

Narben an der Hand:

Neben den beschriebenen Weichteiltumoren sind auch Knochentumore eine mögliche Erkrankung; zumeist sind sie gutartig. In diesem Fall steht einer ambulanten Behandlung nichts im Wege.

Bei bösartigen Tumoren sind oft ausgedehntere Entfernungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen nötig; dies geschieht im Rahmen stationärer Behandlung.